Garten
Torffreie Blumenerde: besser fürs Klima, gut für den Garten
Veröffentlicht im Oktober 2026
Wer Blumenerde kauft, trifft damit auch eine Umweltentscheidung. Viele herkömmliche Erden bestehen zu großen Teilen aus Torf. Der wird in Mooren abgebaut – und das hat Folgen weit über den Garten hinaus.
Warum Torf ein Problem ist
Moore sind riesige Kohlenstoffspeicher; sie binden mehr Kohlenstoff als alle Wälder zusammen. Wird ein Moor für den Torfabbau entwässert, gelangt der über Jahrtausende gespeicherte Kohlenstoff nach und nach als Treibhausgas in die Atmosphäre. Zugleich gehen seltene Lebensräume für Pflanzen und Tiere verloren. Naturschutzverbände raten deshalb klar dazu, im eigenen Garten auf Torf zu verzichten.
Was torffreie Erde ausmacht
Statt Torf stecken darin Stoffe wie Kompost, Holz- und Rindenfasern oder Kokosmaterial. Solche Erden sind heute leistungsfähig, verhalten sich aber etwas anders als Torferde: Sie können schneller abtrocknen und zehren den Dünger rascher auf. In der Praxis heißt das vor allem, etwas aufmerksamer zu gießen und bei Bedarf nachzudüngen. Mit ein wenig Routine fällt der Unterschied im Alltag kaum noch auf.
Worauf beim Kauf achten
Wichtig ist der Hinweis torffrei auf der Verpackung. Die Angabe torfreduziert bedeutet dagegen, dass noch Torf enthalten ist, nur in geringerer Menge. Ein kurzer Blick auf den Sack lohnt sich also. Für die meisten Zimmerpflanzen, Balkonkästen und Beete ist torffreie Erde gut geeignet, und das Angebot ist in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden.


