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Tankrabatt bis Jahresende: Was an der Zapfsäule ankommt
Veröffentlicht im Oktober 2026
Kraftstoffe gehören derzeit zu den größten Preistreibern: Laut Statistischem Bundesamt kosteten sie im September 2026 37,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seit dem 1. Oktober gilt deshalb eine befristete Steuersenkung. Wir erklären, was sie bringt und wie Autofahrer zusätzlich sparen können (Stand: 14.10.2026).
Was beschlossen wurde
Nach Angaben der Bundesregierung sinkt die Energiesteuer auf Benzin, Diesel und gleichgestellte Kraftstoffe vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 um rund 14 Cent je Liter. Weil auch die darauf entfallende Umsatzsteuer sinkt, ergibt sich rechnerisch eine Entlastung von etwa 17 Cent pro Liter. Das Volumen beziffert die Regierung auf rund 2,5 Milliarden Euro, die sich Bund und Länder teilen. Für die Zeit danach ist laut Bundesregierung ein befristeter Spritpreisdeckel ab 1. Januar 2027 im Gespräch, Details stehen noch aus. Heizöl ist von der Senkung nicht erfasst.
Kommt der Rabatt an?
Der ADAC hat am 7. Oktober 2026 eine erste Bilanz gezogen. Im bundesweiten Mittel kostete ein Liter Super E10 an diesem Tag 2,126 Euro, 13,2 Cent weniger als eine Woche zuvor. Diesel lag bei 2,233 Euro und damit 17,6 Cent unter dem Wert der Vorwoche. Die Bewertung des Clubs: Beim Diesel wird die Entlastung zu einem großen Teil weitergegeben, bei Super E10 sieht er eine deutlichere Lücke zum möglichen Preisrückgang. Der ADAC fordert die Mineralölwirtschaft auf, die Steuersenkung vollständig weiterzugeben.
Zum Marktumfeld nennt der ADAC zwei gegenläufige Faktoren: Der Rohölpreis der Sorte Brent war zuletzt leicht auf rund 100 US-Dollar je Barrel gefallen, gleichzeitig hatte der Euro so schwach notiert wie seit Mai 2025 nicht mehr. Ein schwacher Euro verteuert Rohöl, das in Dollar gehandelt wird. Nach Einschätzung des Clubs bleibt trotzdem Spielraum für niedrigere Preise.
So tanken Sie günstiger
Unabhängig vom Rabatt lassen sich laut ADAC einige Cent pro Liter sparen:
- Kurz vor 12 Uhr tanken: Seit April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal am Tag, um 12 Uhr, erhöhen. Senkungen sind jederzeit erlaubt. Nach ADAC-Beobachtung ist der Kraftstoff deshalb kurz vor Mittag meist am günstigsten. Ganz verlässlich ist die Regel aber nicht: Eine Auswertung von Daten der Markttransparenzstelle ergab laut autohaus.de, dass bis Mitte Mai 2.995 von 15.240 Tankstellen ihre Preise zu unerlaubten Zeiten angehoben hatten.
- Preise vergleichen: Zwischen Tankstellen in derselben Gegend sind laut ADAC Unterschiede von bis zu 7 Cent je Liter möglich. Apps und Websites, die Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe nutzen, zeigen die aktuellen Preise.
- E10 statt E5: Wenn das Fahrzeug E10 verträgt, spart das nach ADAC-Angaben 5 bis 6 Cent pro Liter. Ob der eigene Wagen geeignet ist, steht in der Betriebsanleitung oder beim Hersteller.
Weniger verbrauchen
Neben dem Preis zählt der Verbrauch. Ein korrekter Reifendruck, unnötiges Gewicht aus dem Kofferraum zu nehmen und Dachboxen nur bei Bedarf zu montieren, sind bewährte Maßnahmen. Zubehör wie Luftdruckprüfer, Kompressoren oder Dachboxen finden Sie im Preisvergleich der Kategorie Garage, Rabattaktionen unter Gutscheine.
Einordnung
Der Tankrabatt dämpft die hohen Preise, gleicht sie aber nicht aus. Bei Preisen um 2,10 bis 2,25 Euro pro Liter Anfang Oktober bleibt Tanken teuer. Da die Steuersenkung zum Jahresende ausläuft, lohnt es sich, die weitere Entwicklung im Blick zu behalten. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information, Stand 14.10.2026.
Quellen
- Bundesregierung: Bund und Länder beschließen Steuersenkung für Diesel und Benzin, abgerufen am 14.10.2026
- ADAC: Tankrabatt nicht vollständig weitergegeben (07.10.2026), abgerufen am 14.10.2026
- ADAC: Aktueller Spritpreis – Der Tankrabatt wirkt, aber nicht genug, abgerufen am 14.10.2026
- Destatis: Inflationsrate im September 2026 bei +3,3 % (13.10.2026), abgerufen am 14.10.2026
- autohaus.de: Spritpreise – Tausende Tankstellen verstoßen gegen 12-Uhr-Regel, abgerufen am 14.10.2026



