Essen
Inflation September 2026: Was teurer und was billiger wurde
Veröffentlicht im Oktober 2026
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am 13. Oktober 2026 die endgültigen Zahlen für September veröffentlicht: Die Verbraucherpreise lagen 3,3 Prozent über dem Niveau von September 2025. Das ist laut Destatis der höchste Wert seit Dezember 2023. Gegenüber August stiegen die Preise um 0,6 Prozent. Wir fassen zusammen, was die Zahlen für den Wocheneinkauf und die Haushaltskasse bedeuten (Stand: 14.10.2026).
Energie ist der große Preistreiber
Den stärksten Anstieg verzeichnet Destatis bei Energie: plus 14,9 Prozent im Jahresvergleich. Innerhalb dieser Gruppe gehen die Entwicklungen aber weit auseinander. Leichtes Heizöl kostete 74,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Kraftstoffe 37,1 Prozent mehr. Auch Brennholz und Holzpellets legten deutlich zu (plus 15,6 Prozent). Strom (minus 5,5 Prozent), Erdgas (minus 2,8 Prozent) und Fernwärme (minus 1,0 Prozent) waren dagegen günstiger als im Vorjahresmonat. Als Ursache nennt das Amt den Preisauftrieb am Rohölmarkt seit Beginn des Iran-Kriegs.
Die Entwicklung seit dem Sommer
Der Anstieg kommt nicht überraschend. Bereits für August hatte Destatis eine Inflationsrate von 2,9 Prozent gemeldet. Die Energiepreise lagen im August 10,5 Prozent über dem Vorjahr, im September waren es 14,9 Prozent. Die erste Schätzung für September vom 30. September wurde mit den endgültigen Zahlen bestätigt. Wer seine Ausgaben plant, sollte also davon ausgehen, dass vor allem Heizen und Tanken vorerst teuer bleiben, solange sich am Rohölmarkt nichts ändert.
Lebensmittel: kaum teurer, aber große Unterschiede
Nahrungsmittel insgesamt verteuerten sich nur um 0,4 Prozent. Wer genauer hinsieht, findet sowohl Preissprünge als auch spürbare Entlastungen:
- Teurer: Eier (plus 15,2 Prozent), frisches Gemüse (plus 12,0 Prozent), Fisch und Meeresfrüchte (plus 4,5 Prozent).
- Günstiger: Butter (minus 29,5 Prozent), Speisefette und -öle (minus 15,0 Prozent), Molkereiprodukte (minus 5,5 Prozent), frisches Obst (minus 4,9 Prozent).
Die Kerninflation, also die Teuerung ohne Nahrungsmittel und Energie, lag bei 2,4 Prozent. Waren insgesamt verteuerten sich um 3,8 Prozent, Dienstleistungen um 2,7 Prozent.
Was das für den Einkauf bedeutet
Die Durchschnittswerte zeigen vor allem eines: Es lohnt sich, Warengruppen getrennt zu betrachten. Einige praktische Ansätze:
- Speiseplan anpassen: Bei Gemüse lohnt der Blick auf das, was gerade günstig angeboten wird. Saisonware, Tiefkühlgemüse oder Lagergemüse können eine Alternative sein, wenn frische Ware im Laden auffällig teuer ist.
- Günstige Gruppen nutzen: Bei Butter, Speiseöl und Molkereiprodukten liegen die Preise klar unter dem Vorjahr. Wer haltbare Produkte wie Öl ohnehin regelmäßig braucht, kann Angebote gezielt mitnehmen.
- Preise vergleichen statt Durchschnitt glauben: Die Statistik bildet Durchschnittspreise ab. Im Einzelfall können Händler deutlich abweichen. In unseren Kategorien Essen und Küche lassen sich Angebote verschiedener Shops nebeneinanderstellen.
- Energiekosten im Blick behalten: Wer mit Öl oder Pellets heizt, spürt die Teuerung derzeit am stärksten. Strom und Gas lagen im September dagegen unter Vorjahr, ein Tarifvergleich bleibt trotzdem sinnvoll.
Einordnung
Die September-Zahlen zeigen, dass die aktuelle Teuerung weniger vom Supermarktregal als von Heizöl und Kraftstoffen ausgeht. Für Haushalte mit Ölheizung oder hohem Spritbedarf ist die Belastung daher deutlich höher als die 3,3 Prozent vermuten lassen, für andere spürbar geringer. Wie sich die Preise im Oktober entwickeln, wird Destatis voraussichtlich Ende des Monats mit einer ersten Schätzung melden. Aktuelle Rabattaktionen finden Sie unter Sale.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und gibt den Stand vom 14.10.2026 wieder.
Quellen
- Destatis: Inflationsrate im September 2026 bei +3,3 % (Pressemitteilung vom 13.10.2026), abgerufen am 14.10.2026
- Destatis: Inflationsrate im September 2026 voraussichtlich +3,3 % (Schnellmeldung vom 30.09.2026), abgerufen am 14.10.2026
- Destatis: Inflationsrate im August 2026 voraussichtlich +2,9 %, abgerufen am 14.10.2026



